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05.10.2019

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Presse

Nohra schmiedet Pläne fürs Riesen-Areal
NOHRA. Der museale Bestand, den der Geschichtsverein Flugplatz Nohra inzwischen beisammen hat, schreit förmlich danach, ein festes Dach zu finden. Der Verein hat denn auch einen Traum: Er würde gern eines der beiden Wachhäuser des ehemaligen Kasernengeländes Nohra-Süd beziehen, die von der Abrissbirne verschont blieben. Eine Vision, die greifbar wird, sofern sich die Gemeinde Nohra mit der LEG als Eigentümerin der ehemaligen Militärliegenschaft handelseinig werden sollte.
In Nohra hat man die Fühler bereits ausgestreckt, allerdings um weit mehr als nur die beiden Wachhäuser zu erwerben. Bürgermeister Andreas Schiller schwebt vor, die gesamten 40 Hektar Kasernengelände, die mit EU-Millionen renaturiert werden, gegen Grundschuld auf Flächen aus dem Gewerbegebiet U.N.O. zu tauschen — sofern er seinen Gemeinderat und die LEG davon überzeugen kann. Man würde so unglaublich viele Fliegen mit einer Klappe schlagen: erstens der Dorfjugend einen Raum in Form des zweiten Wachhäuschens zur Verfügung stellen, zweitens dem Geschichtsverein unter die Arme greifen, drittens die LEG als Konkurrenten bei der Investorensuche für die noch leeren UNO-Flächen auf seine Seite ziehen und viertens die Zukunft des Riesenareals in unmittelbarer Nachbarschaft selbst bestimmen können.
Der Interessent, der auf dem beräumten Flächen Photovoltaikanlagen installieren wollte, ist inzwischen jedenfalls abgesprungen.

Von Sabine Brandt
Quelle: Thüringer Allgemeine vom 01.09.10 | 711 Mal gelesen seit 03.03.13 | Tags: Kaserne, Nohra, Verein, Wache