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Historisches Pressearchiv

Deutsch sein heißt treu sein
Der Verein Flugplatz-Nohra e.V. macht zu Zwecken der Wissenschaft, Forschung und Lehre historische Zeitungsartikel zugänglich. Der Verein Flugplatz-Nohra e.V. distanziert sich ausdrücklich von allen rassistischen, antisemitischen und weiteren diskriminierenden Inhalten sowie von gewaltverherrlichenden und propagandistischen Darstellungen.
Deutsch sein heißt treu sein
Deutsch sein heißt treu sein
Wiedersehensfeier der Heimatschule Mitteldeutschland
na. Nohra In einer Wiedersehensfeier der Heimatschule Mitteldeutschland Nohra waren außer den Vereinsmitgliedern auch die ehemaligen Heimatschüler sowie Freunde und Gönner recht zahlreich erschienen. Die goldenen Lettern über dem Eingang: "Deutsch sein heißt treu sein" künden den Geist und die Gesinung, die in diesen Räumen erzogen und erhalten werden. In das Braun der Hemden mischte sich Schwarzweißrot und die beruhigende Farbe des Feldgraus. Kommandos der Führer hallten durch den Raum, und nachdem der Wettergott beinahe einen Strich durch die Rechnung und das angeichte Programm gemacht hatte, begannen die Vorführungen der Sportabteilung. Freiübungen zeigten den Zuschauern den Weg zu körperlicher Ertüchtigung. Alsdann folgten die Ordnungsübungen des Freiwilligen Arbeitsdienstes. In militärischem Aufmasche, der an Disziplin nichts zu wünschen übrig ließ, erschien jetzt der weitaus größte Teil der Heimatschüler. Die einen mit dem kleidsamen Feldgrau, die anderen in grobem Drillichzeug. Hier "roch" es förmlich nach Arbeit, nach Wegebau, Rodung wasserreicher Sümpfe, Sprengungen im Steinbruch und was man sonst noch alles nennen mag. Ein flotter Vorbeimarschzeigte am deutlichsten die straffeErziehungsform. An dieser Stelle kann man nich umhin, ein Lob zu spenden, was sogar in begeisterter Form Exzellenz von Franke tat. Konnte es ein schöneres Verdienst sein, als nur das , was man fürs Vaterland tut, gelobt zu werden?
Mittlerweile hatten auch die Sportwettkämpfe für die Belegschaft begonnen. Hundermeterlauf, Schießen, Speerwerfen, Hindernislauf, Fußball, Kugelstoßen wechselten in reicher Fülle. Wer den Strauß erfochten hatte, zeigte die sich der Begrüßung der Gäste durch Leutnant Birch anschließende Preisverleihung. Die Kapelle spielte einen zündenden Marsch nach dem anderen, und sowohl die Gäste, als auch die Schüler fühlten sich sehr wohl. Nach dem Fackelzug hieß es Abschied nehmen.
Quelle: Weimarische Zeitung (historisch) vom 25.07.1932 | Autor/in: na110 Mal gelesen seit 17.11.2023